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Aus Plenum und Ausschüssen
Michael Klein
Wassertourismus besser vermarkten

Verkehr

Die Infrastruktur und das Marketing für den Wassertourismus in Deutschland wird verbesserten. Einen entsprechenden Antrag von CDU/CSU und SPD (16/10593) hat der Bundestag auf Empfehlung des Verkehrsausschusses (16/11303) am 22. Januar angenommen.

Nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft sind im Binnenland 295.000 Sportboote stationiert, weitere 159.000 an der deutschen Ostsee- und Nordseeküste und in deren Einzugsgebiet. Hinzu kämen mehr als 1,2 Millionen Kanufahrer. Wassersport sei zu einem Breitensport mit großem Wirtschaftspotenzial geworden, heißt es im Antrag.

Die Bundesregierung soll deshalb "im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel" Informationsangebote für die Kommunen bereithalten und dafür sorgen, dass Anlegestege und Laufrohre umweltverträglich und für Sportboote geeignet ausgebaut werden, damit Schleusen optimal genutzt werden können. Weiter soll die Regierung prüfen, ob an den Schleusen Saisonkräfte eingesetzt werden können, damit in der Hauptsaison Wartezeiten vermieden und die Schleusenkapazitäten optimal ausgenutzt werden. Bei Planungen zur Wasserstraßeninfrastruktur müssen die Sport- und Wassersportwirtschaftsverbände beteiligt und deren Interessen frühzeitig berücksichtigt werden.

Ebenso muss die Regierung unter anderem ein einheitliches System von Piktogrammen an Bundeswasserstraßen aufstellen und gemeinsam mit dem Deutschen Tourismusverband dafür werben, dass das der "Gelben Welle" flächendeckend an allen Bundes- und Landeswasserstraßen eingesetzt wird.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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