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Aus Plenum und Ausschüssen
Sandra Ketterer
Informationsbedarf über Denkmal

KULTUR

Die Ausschreibung für den Wettbewerb für das nationale Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin-Mitte stößt auf großes Interesse. Wie eine Vertreterin der Bundesregierung am 11. Januar im Kulturausschuss sagte, seien bisher rund 1.000 Anfragen für die Teilnahmeunterlagen eingegangen. Der Einsendeschluss für die erste Stufe des Wettbewerbes sei der 10. März. Der Gewinner soll am 9. November bekannt gegeben werden. Alle Fraktionen zeigten großes Interesse an den Wettbewerbsdetails.

Im Dezember 2008 hatte der Bundestag den Weg für die Ausschreibung des Wettbewerbs für das nationale Freiheits- und Einheitsdenkmal freigemacht. Gleichzeitig erhielt die Bundesregierung den Auftrag, gemeinsam mit dem Land Sachsen und der Stadt Leipzig den Beitrag der Ostdeutschen zur Einheit Deutschlands angemessen zu würdigen. Beide Denkmäler zusammen sollten nicht mehr als 15 Millionen Euro kosten. Ende Januar hatte sich der Bund mit Sachsen und Leipzig über ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Der Bund habe für den Leipziger Standort eine Beteiligung von bis zu 5 Millionen Euro zugesagt, für Berlin würden bis zu 10 Millionen von Bundesseite bereitstehen, so die Bundesregierung im Kulturausschuss. Für die Sanierung des etwa 3000 Quadratmeter großen Sockels des ehemaligen Nationaldenkmals auf der Schlossfreiheit, wo das Berliner Denkmal errichtet werden soll, seien zusätzliche 4 Millionen Euro veranschlagt.

Abgeordnete der CDU/CSU erkundigten sich unter anderem nach der Zusammenstellung der Jury. Aus den Reihen der SPD wurde in Frage gestellt, ob die den Leipzigern zugesagten fünf Millionen Euro notwendig seien. Von Seiten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde hinterfragt, ob in Leipzig eine Bürgerbeteiligung an der Gestaltung des Denkmals gewährleistet sei. Die Fraktionen von FDP und Die Linke zeigten sich überrascht, dass die zusätzlich zum Denkmal geplante Dokumentation zwingend überirdisch gestaltet werden müsse.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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