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Aus Plenum und Ausschüssen
Sandra Ketterer
Erstes Konzept für »Villa Tarabya«

KULTUR

Die Künstlerakademie "Villa Tarabya" in Istanbul soll nach dem Willen der Bundesregierung 2010 eröffnet werden. Wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann am 18. März im Ausschuss für Kultur und Medien berichtete, wird das kommende Jahr insbesondere deswegen angestrebt, weil dann sowohl Essen mit dem Ruhrgebiet als auch Istanbul Europäische Kulturhauptstadt sein werden.

Die Einrichtung der Künstlerakademie war im vergangenen Jahr kurzfristig während der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt beschlossen worden. Angedacht ist nach Neumanns Angaben eine Einrichtung, in der pro Jahr insgesamt 14 Stipendiaten jeweils sechs Monate an ihren Projekten arbeiten dürfen. Die Künstler müssten ein besonderes Interesse an der Türkei begründen und schon erste Arbeiten erfolgreich veröffentlicht haben. Um den Austausch der Kulturen zu fördern, würden Kooperationen mit Museen, Universitäten und ähnlichen Einrichtungen in Istanbul erwogen, etwa Ausstellungen in der Villa.

Nach den derzeitigen Planungen soll die Akademie in dem ehemaligen kaiserlichen Sommerresidenz in Istanbul eingerichet werden. Sie soll die Form einer GmbH erhalten, als Träger ist laut Neumann und einem Vertreter des Auswärtigen Amtes das Goethe-Institut vorgesehen. In einem Aufsichtsrat sollen insgesamt fünf Vertreter von Bundestag, Kulturstaatsminister und Außenamt sitzen. Die Einrichtung werde gemeinsam vom Auswärtigem Amt und vom Kulturstaatsminister finanziert.

Vertreter aller Fraktionen begrüßten das Projekt grundsätzlich als Möglichkeit des Kulturaustausches. Sie bekundeten großes Interesse daran, die weitere Entwicklung mitzugestalten.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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