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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Sein Name ist den meisten Deutschen kein Begriff - zu Unrecht. Am 8. November 1939, zwei Monate nach dem Überfall Deutschlands auf Polen, versuchte der Schreiner Georg Elser im Alleingang Adolf Hitler zu töten. Mit einer selbstgebauten Bombe im Münchner Bürgerbräukeller. Das Attentat misslang, weil Hitler die Veranstaltung zum Jahrestag seines gescheiterten Putschversuchs von 1923 13 Minuten früher verlassen hatte. Am 9. April 1945 wurde der 42-jährige Elser auf Befehl Hitlers im KZ Dachau erschossen.

Der Historiker Peter Steinbach und der Politologe Johannes Tuchel von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand haben ein ausführliches, aufwändig gestaltetes und reichhaltig bebildertes Lebensbild des HitlerAttentäters vorgelegt. Ein umfangreicher Dokumententeil beinhaltet unter anderem das komplette Protokoll der Vernehmung Elsers durch die Gestapo. Der empfehlenswerte Band erschien anlässlich der Enthüllung einer Georg-Elser-Büste auf der Berliner "Straße der Erinnerung" am Spreeufer im September 2008.

Peter Steinbach, Johannes Tuchel:

Georg Elser.

be.bra Verlag, Berlin 2008; 270 S., 32 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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