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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Über 500 Jahre beherrschte das Römische Reich den Mittelmeerraum. Es war das bis heute größte und langlebigste Imperium im westlichen Eurasien. Seine Spuren - nicht nur archäologische - sind bis heute noch überall sichtbar: In Sprache und Literatur, im Ingenieur- und Vermessungswesen, in politischen Ideen, der Philosophie und im Rechtssystem. Die Frage, warum auch dieses Reich eines Tages unterging, hat die Historiker seit jeher beschäftigt. Der Engländer Edward Gibbon erlangte mit seinem mehrbändigen Werk über "Verfall und Untergang des römischen Imperiums" gar Weltruhm.

Der von dem "Spiegel"-Redakteur Johannes Saltzwedel herausgegebene Band fasst nun die gängigsten Theorien und den aktuellen Forschungsstand über "Das Ende des Römischen Reiches" zusammen und präsentiert dies in einem Mix aus Beiträgen von Wissenschaftlern, Journalisten und Interviews. Insgesamt bietet der Band dann jedoch eher einen Abriss über die unterschiedlichen Facetten der römischen Kaiserzeit, denn nicht alle Beiträge orientieren sich an der eigent- lichen Fragestellung. Für Laien und Anhänger des bekannt gefälligen "Spiegel"-Stils bietet das Buch aber eine kurzweilige und unterhaltsame Lektüre.

Johannes Saltzwedel (Hg.):

Das Ende des Römischen Reiches.

Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009; 286 S., 19,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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