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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Eines muss man den Machern dieses Nachschlagewerks lassen: Sie sind auf der Höhe der Zeit. Unter den über 1.400 Einträgen des "Wirtschaftslexikons" haben die aktuellen Schlagworte der Finanz- und Wirtschaftskrise wie "Bad Bank" oder "Abwrackprämie" ihren gleichberechtigten Platz neben Klassikern wie "Deficit Spending" oder "Keynesianische Theorie" gefunden. Aber auch so sperrige Vokabeln wie "Habit-Persistence-Hypothese" oder "Non-Affektationsprinzip" finden kurze und präzise Erklärungen. Zum besseren Verständnis des Fachvokabulars dienen zudem Tabellen, Schaubilder und Karten. Eine Chronik zur Wirtschaftspolitik in Deutschland seit 1945 und eine Sammlung weiterführender Internetlinks runden das gelungene Nachschlagewerk im Taschenbuchformat ab.

Eines zeigen die Eintragungen des "Wirtschaftslexikons" sehr deutlich: Die Trennlinie zwischen den Bereichen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik ist deutlich dünner geworden. Insofern spiegelt das Lexikon auch die aktuelle Diskussuion um verstärkte Eingriffe des Staates in das Wirtschafts- und Finanzleben.

Volker Hoppe, Gustav Horn, Kim Otto:

Das Wirtschaftslexikon. Begriffe, Zahlen, Zusammenhänge.

Dietz Verlag, Bonn 2009; 336 S., 18,80 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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