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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Warum klapperte der Trabant, warum brachte sich der Westbesuch sein Toilettenpapier mit und liebte Erich Mielke, Chef des Ministeriums für Staatssicherheit wirklich alle Menschen? Ilko-Sascha Kowalczuk zeigt in seinen "101 wichtigsten Fragen" zur DDR, dass diese so amüsant klingenden Fragen einen handfesten und ernsten Hintergrund haben.

Der Historiker aus der Birthler-Behörde, der für sein "Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR" viel Lob des Fachpublikums einsammelte, legt mit dem schmalen Band einen leicht verständlichen und flüssig zu lesenden Überblick zur Entstehung, Geschichte und zum Untergang des sozialistischen Deutschlands vor. Ebenso klärt er Fragen zur Kultur- und Alltagsgeschichte, zur Wirtschafts- und Sozialpolitik, zu Widerstand und politischer Verfolgung sowie zur Wahrnehmung der DDR nach ihrem Zusammenbruch. Und jenen, die es noch immer nicht oder schon nicht mehr wahr haben wollen, schreibt er klipp und klar ins Stammbuch: Ja, die DDR war eine Diktatur vom ersten Tag an. Insgesamt eine gerade für Schüler und Jugendliche zu empfehlende Lektüre.

Ilko-Sascha Kowalczuk:

DDR. Die 101 wichtigsten Fragen.

Verlag C.H. Beck, München 2009; 159 S., 9,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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