Inhalt

Johanna Metz
Schnelle Hilfe für Haiti

MENSCHENRECHTE

Die Folgen des Erdbebens in Haiti haben am 20. Januar in einer kurzfristig anberaumten Sitzung den Menschenrechtsausschuss des Bundestages beschäftigt. Die Abgeordneten zeigten sich darin erfreut darüber, dass die internationale Hilfe gut angelaufen ist. Die Reaktion sei "zeitnah und zügig" erfolgt, die Hilfsbereitschaft weltweit groß, sagte die SPD-Fraktion. Die Unionsfraktion lobte insbesondere die Soforthilfe der USA. Sorgen machten sich die Abgeordneten aber vor allem um die Situation der vielen verletzten und verwaisten Kinder. Ein Vertreter des Auswärtigen Amtes hatte erklärt, dass von den rund 3 Millionen akut Hilfebedürftigen 1,5 Millionen minderjährig seien.

Die FDP-Fraktion forderte, dass sich die Hilfe nicht nur auf die Hauptstadt Port-au-Prince fokussieren dürfe, sondern auch andere betroffene Gebiete berücksichtigen müssse. Der Regierungsvertreter erklärte dazu, dass viele Gegenden wegen der zerstörten Straßen bisher nur schwer erreichbar seien. Die Frage von Bündnis90/Die Grünen, ob es stimme, dass Hilfsorganisationen Lufttransportkapazitäten der Bundeswehr angefragt hätten, verneinte er.

Aus Politik und Zeitgeschichte

© 2016 Deutscher Bundestag