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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Am 11. Januar starb im Ater von 100 Jahren die Holländerin Miep Gies. Ihr Name ist auf alle Zeiten mit dem Namen von Anne Frank, deren Tagebuch bis heute Millionen Menschen weltweit gelesen haben, verbunden. Miep Gies half im Jahr 1942 die deutsch-jüdische Familie Frank und deren Freunde in einem Amsterdamer Hinterhaus vor dem Zugriff der Nazis zu retten. In den folgenden zwei Jahren versorgte sie die versteckten Menschen regelmäßig mit Essen und stand ihnen zur Seite. Nachdem das Versteck am 4. August 1944 aufgeflogen und die Franks verhaftet worden waren, fand sie das Tagebuch der 15-jährigen Anne und verwahrte es. Nach dem Zweiten Weltkrieg übergab sie das Tagebuch Annes Vater Otto Frank, der als einziger der Familie den Holocaust überlebt hatte.

Im vergangenen Jahr erschienen die erstmals 1987 veröffentlichten Erinnerungen von Miep Gies anlässlich ihres 100. Geburtstags erneut in einer Taschenbuch-Ausgabe. Eine Geschichte "von ganz gewöhnlichen Menschen in außergewöhnlich dunklen Zeiten", wie sie schrieb.

Miep Gies:

Meine Zeit mit Anne Frank.

Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2009; 255 S., 9,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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