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Helmut Stoltenberg
»Da ist nichts dran«

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Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse über angebliche Mordpläne des US-Geheimdienstes CIA gegen den Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli. Dies bekräftigte ein Vertreter des Bundesinnenministeriums am 9. Februar im Innenausschuss des Bundestages. Ein entsprechender Bericht des US-Magazins "Vanity Fair" könne nicht bestätigt werden, betonte er. Auch der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) hatte beteuert, dass den Sicherheitsbehörden des Landes von der angeblichen CIA-Operation nichts bekannt sei.

Nach dem Bericht des US-Magazins soll die CIA in Kooperation mit der privaten Sicherheitsfirma Blackwater im Jahr 2005 Mordpläne gegen den Hamburger Kaufmann Darkazanli vorbereitet haben. Der Mann soll wochenlang in der Hansestadt observiert worden sein, ohne dass die deutschen Behörden informiert waren.

Wie der Ministeriumsvertreter im Innenausschuss erläuterte, hat sich die Berichterstattung indes als haltlos erwiesen. Auch haben US-Behörden den Angaben zufolge der Bundesregierung versichert, dass "da nichts dran" sei.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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