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Kata Kottra
Neue HIS-Studie zu Studierenden

BILDUNG

Studierende aus nicht-akademischen Elternhäusern nehmen heute öfter als früher ein Studium auf. Das geht aus einer neuen Studie des Hochschulinformationssystems (HIS) im Auftrag des Bundesbildungsministeriums hervor. Ihre Ergebnisse stellten am 24. Februar HIS-Geschäftsführer Martin Leitner und HIS-Forscher Christoph Heine im Bildungsausschuss vor.

Die Daten für die Studie wurden Ende 2008 erhoben, aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor. Für die Studie befragte HIS Schüler mit Abitur oder Fachabitur ein halbes Jahr nach ihrem Schulabschluss. Zu diesem Zeitpunkt hatten 66 Prozent der Frauen und 78 Prozent der Männer bereits ein Studium aufgenommen oder die feste Absicht, dies zu tun. Die Studierquote für beide Geschlechter lag somit bei 72 Prozent. Zwei Jahre vorher hatte die Quote bei 68 Prozent gelegen. Allerdings werden Studierende an praxisnahen Dualen Hochschulen in Baden-Württemberg erst seit 2008 in die Statistik einbezogen. Ansonsten läge die Studierendenquote 2008 bei 69 Prozent.

Auch der Einfluss der Bildungsherkunft auf die Studienaufnahme wurde erhoben: In Familien, in denen mindestens ein Elternteil Akademiker ist, entscheiden sich 78 Prozent für ein Studium. In Nicht-Akademiker-Familien sind es 65 Prozent. Zwei Jahre vorher, 2006, waren es 59 Prozent gewesen, in Akademiker-Familien 75 Prozent. Die SPD-Fraktion kritisierte, der statistische Effekt der Einbeziehung der Dualen Hochschulen werde nicht ausgewiesen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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