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Alexander Weinlein
Angelesen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre schwarz-gelbe Regierung setzen auf Wirtschaftswachstum: Wachstum, um die Arbeitslosenzahlen zu senken; Wachstum, um die Staatsverschuldung wieder drosseln zu können. Doch Kritiker bezweifeln, ob dies überhaupt noch funktionieren kann. Der Laie steht dieser Diskussion meist eher hilflos gegenüber. Volkswirtschaftliche Zusammenhänge sind ein harter Stoff.

Um so lobenswerter ist es, wenn es einem fachmännischen Autor gelingt, seinen Lesern die schwierige Materie verständlich zu vermitteln. So, wie es der Volkswirtschaftler Hans-Jürgen Wagener mit seinem schmalen Band "Konjunktur und Wirtschaftswachstum" aus der Taschenbuchreihe "Die 101 wichtigsten Fragen" tut.

Allerdings gelingt es Wagener nicht, alle der Fragen eindeutig zu beantworten. So mag er sich in der Frage, ob das Wachstum auch seine Grenzen habe, nicht festlegen. Zu allen Zeiten hätten sich Ökonomen mit dieser Frage beschäftigt und seien dabei zu unterschiedlichen Antworten gekommen. Auch Wagener kann nur die unterschiedlichen Meinungen präsentieren.

Hans-Jürgen Wagener:

Konjunktur und Wirtschafts- wachstum. Die 101 wichtigsten Fragen.

Verlag C.H. Beck, München 2010; 151 S., 9,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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