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Annette Sach
Parlamentswahl in Sri Lanka

WAHLEN

In Sri Lanka ist am 8. April ein neues Parlament gewählt worden. Das Parteienbündnis von Präsident Mahinda Rajapaksa, die Vereinigte Freiheitsallianz des Volkes, erhielt nach ersten Ergebnissen rund 60 Prozent der Stimmen. Der Präsident war vor zwei Monaten nach einer umstrittenen Abstimmung wiedergewählt worden. Noch ist allerdings unklar, ob seine Partei eine Zweidrittel-Mehrheit erreichen kann, die ihm die Möglichkeit für Verfassungsänderungen einräumen würde. Die größte Oppositionspartei, die Vereinte Nationalpartei, erreichte knapp 30 Prozent der Stimmen. Ihr Spitzenkandidat, der ehemalige Armeechef Sarath Fonska, der bei der Präsidentenwahl gegen Rajapaksa unterlegen war, kandidierte trotz seiner Inhaftierung bei der Parlamentswahl. Er war nach der Präsidentschaftswahl wegen angeblicher Putschpläne festgenommen worden und sitzt seitdem im Gefängnis.

Um die 225 Mandate haben sich mehr als 7.000 Kandidaten aus 36 Parteien und mehr als 300 Wählervereinigungen beworben. Die Wahlbeteiligung war mit rund 50 Prozent jedoch eine der geringsten in der Geschichte des Landes.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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