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Kurz rezensiert
Aschot Manutscharjan
Angelesen

Im Vergleich zu 2006 und 2007 hat sich das Niveau terroristischer Anschläge im Jahr 2008 generell stark abgeschwächt. So lautet das Resümee des "Jahrbuchsbuchs Terrorismus 2009". Tatsächlich hat in den zehn am stärksten betroffenen Ländern die Zahl der Anschläge von 5.026 auf 2.515 und die Zahl der Opfer von 21.675 auf 8.532 abgenommen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die neue Strategie der USA im Irak. Allein im Zweistromland fiel die Zahl der Getöteten von 15.428 im Jahr 2007 auf 3.931 ein Jahr später. Dagegen stiegen in Afghanistan 2008 sowohl die Terroranschläge als auch die Opferzahlen an. Kamen 2007 bei 311 Anschlägen 1.084 Menschen ums Leben, waren es 2008 schon 1.373 Opfer bei 400 Terrorakten.

Es ist zu begrüßen, dass in den Sammelband Themen wie die Sicherung der Nuklearwaffen in Pakistan oder die Aufstandsbekämpfung in Afghanistan Eingang gefunden haben. Auch wenn sich nicht alle Berichte auf dem gleichen Niveau bewegen, so soll das Jahrbuch mit seinen 19 Artikeln allen empfohlen werden, die sich mit internationaler Sicherheitspolitik beschäftigen.

Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hg.):

Jahrbuch Terrorismus 2009.

Verlag Barbara Budrich, Opladen 2010; 350 S., 29,90 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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