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Monika Pilath
Grüne fordern Pflegeauszeit

GESUNDHEIT

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von pflegenden Angehörigen und Freunden verbessern. In einem Antrag (17/1434) fordern die Abgeordneten, eine maximal dreimonatige Pflegezeit einzuführen, die vorrangig der Pflegeorganisation oder der Sterbebegleitung für nahestehende Personen dienen soll. Die Pflegezeit soll mit einer steuerfinanzierten Lohnersatzleistung in Höhe von 50 Prozent des Nettogehalts - mindestens 300 Euro, maximal 1.000 Euro - vergütet werden.

Außerdem wollen die Grünen das Teilzeit- und Befristungsgesetz umgestalten. Arbeitnehmer müssten zu der Arbeitszeit zurückkehren können, die für sie vor einer Arbeitszeitreduzierung, beispielsweise bedingt durch einen Pflegeeinsatz, galt.

Zur Begründung heißt es, im Zuge des demografischen Wandels werde die Zahl Pflegebedürftiger massiv steigen. Die Bewältigung der pflegerischen Versorgung werde daher wesentlich von der Bereitschaft und Möglichkeit enger Bezugspersonen abhängen, sich an der Versorgung Pflegebedürftiger zu beteiligen. Deshalb müssten bestehende Angebote zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen verbessert werden.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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