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Götz Hausding
50.000 Euro in Aussicht gestellt

SPORT Behindertensportverband wirbt im Bundestag für »Jugend trainiert für Paralympics«

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) darf sich Hoffnungen machen, für den Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Paralympics" Geld aus dem Etat des Innenministeriums zu erhalten. Der für den Sport zuständige Staatssekretär Christoph Bergner (CDU) sagte am 29. September vor dem Sportausschuss, er halte es für möglich, im Haushaltsvollzug entsprechende Mittel zu erwirtschaften.

Derzeit sieht der Haushaltsentwurf 90,76 Millionen Euro für "zentrale Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports" vor. Eine konkrete Summe für den in dieser Titelgruppe aufgeführten Wettbewerb findet sich jedoch nicht in der Vorlage. Auf Nachfrage sagte Bergner, er wisse noch nicht, ob die geplanten Ausgaben bestätigt werden. Gleichwohl gehe er davon aus, dass es gelingen könne, "eine Unterstützung in der Größenordnung von 50.000 Euro zu erwirtschaften".

In diesem Jahr habe in der Sportschule Kamen-Kaiserau die Pilotveranstaltung von "Jugend trainiert für Paralympics" stattgefunden, erläuterte Paul Zech von der Deutschen Behindertensportjugend im DBS vor dem Ausschuss. Die angefallenen Kosten von 70.000 Euro seien über Sponsoren gedeckt worden. Für 2011 plane man eine Ausweitung des Bundeswettbewerbs, der dann in der Sportschule Kienbaum bei Berlin stattfinden soll. Dann sollen nach den Vorstellungen der Organisatoren die Landessieger aus allen Bundesländern teilnehmen. Gerechnet werde mit Kosten in Höhe von 130.000 Euro, sagte Zech. Für die Zukunft strebe man - auch aus Gründen der besseren Finanzierbarkeit - eine Einbindung in die Schulsportstiftung an.

Die Stiftung ist seit 2003 alleiniger Träger des Bundeswettbewerbes "Jugend trainiert für Olympia", der auf eine 40-jährige Geschichte zurückblickt und im Etatansatz für 2011 mit 500.000 Euro bedacht wurde.

Erster Kontakt

Norbert Fleischmann, Vorsitzender der Deutschen Behindertensportjugend, plädierte an die Abgeordneten, sich auch in ihren Wahlkreisen für den Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Paralympics" einzusetzen. Es sei der erste Wettbewerb, der Schülerinnen und Schüler mit Behinderung bundesweit zusammenführen würde. Wichtiger noch, als auf diesem Wege zukünftige Medaillengewinner bei den Paralympics zu finden, sei es, in die Schulen zu gehen und dafür zu sorgen, dass "Kinder wie auch Lehrer Kontakt mit den paralympischen Sportarten bekommen", betonte Fleischmann. Der Sport biete schließlich eine gute Möglichkeit zur Selbstverwirklichung, auch für behinderte Kinder und Jugendliche.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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