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Monika Pilath
Unterstützung für München

SPORT

Die Bundesregierung soll nach dem Willen des Bundestages "weiterhin kraftvoll und umfänglich" die Bewerbung Münchens um die Olympischen und die Paralympischen Winterspiele 2018 begleiten und fördern. Mit den Stimmen der Koalition bei Stimmenthaltung der Opposition nahm das Parlament am vergangenen Donnerstag eine Entschließung zum zwölften Sportbericht der Bundesregierung (17/2880, 17/4420) an. Weiterhin fordert das Parlament darin, den Kampf gegen Doping im Sport voranzubringen. Der zwölfte Sportbericht gibt neben einer Bilanz der Maßnahmen und Inhalte der Sportpolitik von 2006 bis 2009 erstmals einen Ausblick auf die Sportförderpolitik des Bundes.

Für die Unions-Fraktion bekräftigte Klaus Riegert (CDU), München auf "dem weiteren Weg zum Goldkurs" zu unterstützen. Er lobte vor allem das "rund 100 Millionen Euro schwere Umweltkonzept" im Rahmen der Olympiabewerbung. Ähnlich äußerte sich der FDP-Fachpolitiker Joachim Günther. Der SPD-Sportexperte Martin Gerster kritisierte, dass die FDP in der Koalition von ihrem Ziel abgerückt sei, den Sport ins Grundgesetz aufzunehmen. "Kaum an der Regierung - schon vergessen. Schade", kommentierte Gerster. Der Grünen-Politiker Winfried Hermann hob hervor, er erwarte von der Regierung konkrete Vorschläge zur besseren Dopingprävention.

Die Fraktion Die Linke scheiterte mit einem Entschließungsantrag (17/4448), in die künftigen Sportberichte ein eigenes Kapitel zu den Zugangsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen zu sportlichen Angeboten, insbesondere zu Sportvereinen und weiterführenden Sportschulen, aufzunehmen. Ihr Parlamentarier Frank Tempel unterstrich, dass gerade die Möglichkeiten von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien "stark eingeschränkt" seien.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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