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Alexander Weinlein
Plädoyer für Generationenhäuser

FAMILIE

Die SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, das im Oktober 2006 von der großen Koalition gestartete Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser" fortzuführen und gemeinsam mit Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und den Trägern der Mehrgenerationenhäuser ein Anschlusskonzept zu entwickeln. Über den entsprechenden Antrag (17/4031) beriet der Bundestag am vergangenen Donnerstag in erster Lesung.

"Die meisten der nun existierenden 500 Mehrgenerationenhäuser haben sich zu wichtigen Treffpunkten und Wirkungsstätten für Jung und Alt entwickelt", lobte die SPD-Abgeordnete Petra Crone das Programm. Allerdings habe sich die Regierung nicht rechtzeitig um eine Weiterfinanzierung gekümmert. Bereits im Herbst liefen die Zuschüsse für 45 Häuser aus, zum Jahresende dann für weitere 112. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder lasse "die Häuser im Regen stehen".

Parlamentarier der CDU/CSU- und der FDP-Fraktion wiesen diesen Vorwurf zurück. Die Unionsabgeordnete Katharina Landgraf (CDU) verwies darauf, dass das Folgeprogramm für die Mehrgenerationenhäuser Anfang 2012 beginne. Die Forderung der SPD nach einem verpflichtenden Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitsprävention lehnte sie jedoch ab.

Für eine Fortsetzung des Programms sprachen sich auch die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen aus.

Mehrgenerationenhäuser bieten Angebote zur ehrenamtlichen Betreuung von Kindern und älteren Menschen sowie für gemeinsame Aktivitäten der Generationen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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