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Patrick Meinhardt
Kurz notiert

Als Parlamentariergruppe Östliches Afrika sind wir für die enge Kontaktpflege zu den Staaten Äthiopien, Burundi, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Ruanda, Somalia, Sudan und Uganda zuständig. Diese Region zählt zu den instabilsten Gegenden der Erde. Umso mehr haben wir hier prägende Verantwortung. Armut, fragile Staatlichkeit, fehlende rechtsstaatliche Strukturen und ein inakzeptables Demokratiedefizit prägen viele dieser Staaten.

Östliches Afrika

Das Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudans, die Ausarbeitung einer neuen Verfassung in Kenia, die Aufarbeitung des Genozids in Ruanda und das Problem der Piraterie in Somalia sind einige Themen über die wir mit Parlamentariern, Diplomaten und Vertretern der Zivilgesellschaft stehen. Als überfraktionelle Parlamentariergruppe sehen wir uns als Freunde Afrikas, die die berechtigten Belange des Kontinents in unsere Fraktionen tragen und als Netzwerk im Parlament wirken.

Für mich selbst ist der Einsatz für Afrika auch persönlich sehr wichtig. Seit meiner Jugend habe ich mich in der kirchlichen Arbeit für die Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Kontinent engagiert. Eine wirkliche Passion wurde hieraus durch zahlreiche Reisen und persönliche Begegnungen mit Bewohnern dieses so gepeinigten, aber dennoch wunderbaren Kontinents. Und entgegen aller Vorurteile durfte ich immer wieder erleben, mit welcher Leidenschaft und Ausdauer die Menschen in Afrika bereit sind, die Probleme ihres Kontinentes selbst zu lösen.

Nicht zuletzt deshalb engagiere ich mich auch in anderen Gremien für die Belange Afrikas. Als Vorsitzender der deutschen Sektion von AWEPA (The Association of European Parliamentarians with Africa) und als Vizepräsident von AWEPA weltweit liegt mir nicht zuletzt der Aufbau stabiler und funktionierender Parlamente am Herzen. Diese sind Voraussetzung für funktionierende Demokratien und damit für mehr Gerechtigkeit und Wohlstand.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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