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Stefan Liebich
Kurz notiert

Südafrika zeigt nicht erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft seine Potentiale. Die Republik nimmt schon länger Einfluss auf die Entwicklungen auf dem Kontinent, wie zahlreiche Bemühungen bei Konfliktvermittlungen zeigen. Aber zum südlichen Afrika gehören innerhalb der Southern African Development Community (SADC) noch vierzehn weitere größere und kleinere Staaten. Die Vielfalt ist groß, ebenso die Herausforderungen und Probleme.

Als Fördermitglied des Solidaritätsdienst International (SODI) bin ich sehr an praktischer Entwicklungshilfe interessiert, an Projekten für Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Energieversorgung. Erst kürzlich wurden wieder Hilfsgüter nach Maputo, die Hauptstadt von Mosambik, geschickt.

SADC-Staaten

Die Möglichkeit, als neuer Bundestagsabgeordneter den Vorsitz der Parlamentariergruppe (PG) der SADC-Staaten zu übernehmen und so unmittelbar die Kontakte zwischen Bundestag, Botschaften, NGO und Gästen dieser Länder zu befördern, hat mich deshalb besonders erfreut. In den letzten Monaten konnten die Mitglieder der SADC-PG neben zahlreichen anderen Gesprächen auch eine Delegation aus der Demokratischen Republik Kongo zu einem mehrtägigen Besuch empfangen und über Fragen der Kommunalverfassung, Haushaltsgestaltung, Waldschutz und Konfliktprävention sprechen. Dass ich mich da schon sehr auf die geplante Delegationsreise nach Simbabwe und Botswana freue, liegt auf der Hand.

In den Gesprächen und Veranstaltungen der PG geht es um Fragen der Konfliktprävention- und Lösung, um Versöhnung und Aufarbeitung, die wirtschaftliche Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit. Die Menschen in den SADC-Ländern benötigen Perspektiven jenseits von Armut, Korruption, Gewalt, Massenkrankheiten und Trinkwasserproblemen. Für die Weltgemeinschaft geht es um ihre Verpflichtungen bei der Umsetzung der Entwicklungsziele.

Für die SADC-Parlamentariergruppe geht es auch um fairen Handel, vernünftig gesteuerte Globalisierung und angemessene Hilfsleistungen. Potentiale und positive Entwicklungserfahrungen sind erkennbar und mögliche Anknüpfungspunkte für die Arbeit.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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