Inhalt

Ramona Vogel
Kurz notiert

1980

Robert Mugabe, Vorsitzender der Zanu-Partei wird Präsident des neuen Simbabwe. Die ihm vorausgehende weiße Minderheitsregierung unter Ian Smith gibt die Regierung auf und gesteht Wahlen zu. Mugabes Politik gilt in den 1980er Jahren als vorbildlich. Ab den 1990er Jahren stagniert die Wirtschaft und gerät letztendlich in einen Abschwung. Damit einher geht eine Verelendung der Bevölkerung.

1981

Unterzeichnung der Afrikanischen Charta der Rechte der Menschen und der Völker, die Banjul-Charta.

1983-1987

Staatsstreich im westafrikanischen Obervolta. Der linksgerichtete Thomas Sankara übernimmt die Regierung. Er stärkt die Rechte der Frauen, verbietet die Beschneidung und unterstützt die Landbevölkerung. 1984 wird das Land in Burkina Faso (Land der Aufrechten) umbenannt. Sankara wird 1987 beim Putsch Blaise Compaores ermordet. Er regiert Burkina Faso, das zu den ärmsten Ländern der Welt behört, bis heute.

1990

Ende der Apartheit in Südafrika. Der aus der Haft entlassene Nelson Mandela verhandelt mit Vertretern der weißen Minderheitsregierung unter Willem de Klerk über künftige Strukturen des Landes.

Die Ruandische Patriotische Front (RPF), vor allem Exil-Ruander (Tutsi) aus Uganda, greifen Ruanda an, um militärisch die Rückkehr von Flüchtlingen zu erzwingen. Die RPF besetzt Teile Nord-Ruandas. 1992 wird unter internationalem Druck ein Waffenstillstand ausgehandelt.

Erklärung der Millenniumsziele.

1992-1996

Der aus Ägypten stammende Boutros Boutros-Ghali ist UNO-Generalsekretär.

1992/1993

Bürgerkrieg in Somalia. Der Sturz des Diktators Siad Barre führte zu einem Machtvakuum. Die Uno entsendet Truppen um die Hilfslieferungen zu sichern, die Lage vor Ort erweist sich als kaum beherrschbar. Hungersnöte führen zu tausenden Opfern, Schätzungen gehen von bis zu einer halben Million Toter aus. 1993 sterben während der Schlacht von Mogadischu 18 Amerikaner. Daraufhin ziehen die USA ihre Truppen zurück. Die Mission wird 1995 beendet, das Land rutscht weiter in Armut und Chaos ab.

1994

Völkermord in Ruanda. Innerhalb weniger Monate werden fast eine Million Menschen ermordet, Unzählige verstümmelt und vergewaltigt. Auslöser ist der Abschuss des Flugzeugs des Präsidenten Ruandas, Juvénal Habyarimana. Der überwiegende Teil der Opfer sind Tutsi, aber auch gemäßigte Hutu. Millionen verlassen das Land und leben bis heute in Flüchtlingslagern. Die juristische Aufarbeitung kommt nur zögerlich voran. Die in Ruanda stationierten UN-Blauhelmtruppen haben kein Mandat um einzugreifen.

In Südafrika finden freie Wahlen statt. Nelson Mandela wird als erster demokratisch gewählter schwarzer Präsident ins Amt eingeführt.

Aus Politik und Zeitgeschichte

© 2016 Deutscher Bundestag