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Ramona Vogel
Hunger in der Welt nimmt zu

Ernährung

Wie die Welternährung in den nächsten Jahrzehnten sichergestellt werden kann und welche Ursachen die Unterernährung in Entwicklungsländern hat, war am Montag Thema einer öffentlichen Anhörung des Ernährungsausschusses. Die Experten waren sich einig, dass die Zahl der Hungernden noch steigen wird, sollten nicht bald geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Ein rasanter Anstieg der Bevölkerung finde hauptsächlich in den Regionen der Welt statt, die besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen seien, sagte Alexander Müller von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Auch komme in diesen Regionen der erschwerte Zugang zu Trinkwasser hinzu. "Wasserknappheit ist das große Problem der Zukunft", sagte er.

Dass Hunger eine ursächliche Folge von Armut sei, betonte Marita Wiggerthale von Oxfam Deutschland. Wolle man den Hunger bekämpfen, müsse man die finanzielle Not lindern. Paul Armbruster vom Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband erklärte, dass es in den von Hunger betroffenen Staaten oft keine Landwirtschaftspolitik gebe und die Kleinbauern nicht über das notwendige Wissen verfügten, die von ihnen bewirtschafteten Flächen ertragreich zu nutzen. Auch das Stadt-Land-Gefälle mache ihm Sorgen, da die Kleinbauern nicht in die Wertschöpfung eingebunden würden.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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