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Claudia Heine
Abdullah Gül im Bundestag

Staatsbesuch

Auch im Reichstagsgebäude machte er Station: Abdullah Gül, türkischer Präsident und in der vergangenen Woche auf Staatsbesuch in der Bundesrepublik, traf am vergangenen Montag mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zusammen. Lammert wies in seinem Gespräch mit Gül auf die guten deutsch-türkischen Beziehungen hin. Dies gelte nicht nur auf Regierungs-, sondern auch auf der parlamentarischen Ebene. Man sei sich einig, die Kontakte beider Parlamente zu vertiefen, sagte Lammert. Er machte darauf aufmerksam, dass trotz der guten bilateralen Beziehungen "die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft" seien. Der Bundestagspräsident sprach auch die Situation von religiösen Minderheiten in der Türkei an. Es sei ein Zeichen der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern, dass man sich offen über solche Dinge austauschen könne, so Lammert.

Gül hatte zum Auftakt seines Staatsbesuches den Wunsch seines Landes nach einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union bekräftigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte dem Land hingegen nur eine "strategische Partnerschaft" angeboten, was die Türkei aber ablehnt.

Einig waren sich Merkel und Gül dagegen darin, dass das möglichst frühe Erlernen der deutschen Sprache ein Schlüssel für die bessere Integration der türkischstämmigen Bürger in Deutschland sei.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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