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Aus Plenum und Ausschüssen
Alexander Weinlein
Bessere Bildung der Kleinsten

BETREUUNG

Die Bundesregierung soll zusammen mit den Bundesländern die Qualität der frühkindlichen Bildung verbessern und ein entsprechendes Programm auflegen. Dies fordert ein gemeinsamer Antrag der CDU/CSU- und der FDP-Fraktion (17/3663), den der Bundestag am vergangenen Mittwoch mit den Stimmen der Koalition gegen das Votum der Oppositionsfraktionen verabschiedete. Im Rahmen des Qualitätsprogramms soll die Regierung einen Strategiekreis einberufen, dem neben den Ländern und Kommunen auch die Kirchen, die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände und andere freie Bildungsanbieter angehören.

Abgelehnt hingegen wurden mehrheitlich die Anträge zur frühkindlichen Bildung der SPD-Fraktion (17/1973) und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/1778). Der Bundestag beriet zudem über die Unterrichtungen der Regierung über Ausbau der Betreuungsangebote für unter dreijährige Kinder in den Jahren 2008 und 2009 (16/12268, 17/2621).

In der Debatte stießen erneut die unterschiedlichen Konzepte der Koalition und der Opposition aufeinander. Während SPD, Grüne und Die Linke auf einen konsequenten Ausbau der Betreuungseinrichtungen beharren, setzen Union und FDP verstärkt auf die Erziehung und Bildung in den Elternhäusern, die durch den Staat unterstützt werden soll. Die familiäre Betreuung sei "der institutionellen mindestens gleichwertig", argumentierte die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär. Sie fügte hinzu: "Ich glaube sogar, sie ist ihr überlegen." Dem hielt die SPD-Parlamentarierin Caren Marks entgegen, dass die für das Jahr 2013 angestrebte 35-Prozent-Quote bei Krippenplätzen für die unter Dreijährigen nicht ausreichen werde.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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