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Alexander Weinlein
Digitalisierung des Filmerbes

MEDIEN

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, eine umfassende Digitalisierungsoffensive zur Sicherung des deutschen Filmerbes zu starten. Bis zum Frühjahr soll sie ein umfassendes Konzept vorlegen, wie die im Bundeshaushalt 2012 zusätzlich für "Maßnahmen zum Erhalt des Filmerbes" bereitgestellten 350.000 Euro eingesetzt werden sollen.

In ihrem Antrag (17/8353), den der Bundestag am vergangenen Donnerstag in erster Lesung zur Beratung in die Ausschüsse überwies, setzt sich die Fraktion zudem für die Bildung eines Runden Tischs ein, an dem alle relevanten Gruppen, Institutionen und Initiativen teilnehmen sollen. Dieser soll Vorschläge erarbeiten, wie die Digitalisierung des Filmerbes vorangetrieben werden kann.

Zudem verlangen die Grünen eine Reihe von Gesetzesänderungen. So müsse im Archivgesetz eine Pflichtregistrierung für alle deutschen Kinofilme verankert werden. In der anstehenden Änderung des Urheberrechts müsse die Sicherung, Bewahrung und Veröffentlichung von verwaisten Werken für die damit befassten Institutionen erleichtert werden. Umgekehrt müsse einem etwaigen auftauchenden Inhaber der Rechte an dem vermeintlich verwaisten Film Schutz geboten werden. Im Urheberrecht soll zudem die Möglichkeit geschaffen werden, digitalisierte Film für seh- und hörbehinderte Menschen barrierefrei nachzubearbeiten.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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