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Alexander Weinlein
Zehn Jahre Kulturstiftung

KULTUR I

Bei ihrer Gründung am 21. März 2002 wollten die meisten Bundesländer in ihr noch einen Anschlag auf den Kulturföderalismus erkennen. Zehn Jahre danach hat sich die Kulturstiftung des Bundes zu einem unangefochtetenen Bestandteil der Kulturlandschaft in Deutschland etabliert. Sie fördert vor allem Kulturprojekte mit bundesweiter Bedeutung und internationaler Reichweite. In den vergangenen zehn Jahren hat sie rund 200 Projekte der Gegenwartskultur mit mehr als 250 Millionen Euro gefördert. Initiiert worden war die Kulturstiftung durch den damaligen Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Staatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD). Eine Fusion mit der 1988 gegründeten Kulturstiftung der Länder zu einer Nationalstiftung, wie sie etwa von Günter Grass angeregt worden war, sollte es jedoch nicht kommen.

Aus dem Haushalt von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) erhält die Stiftung jährlich rund 37 Millionen Euro. Der Bundestag wird im Stiftungsrat durch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) und den Parlamenarischen Staatssekretär Hans-Joachim Otto (FDP) vertreten. Geleitet wird die Stiftung durch die Künstlerische Direktorin, Hortensia Völckers, und den Verwaltungsdirektor, Alexander Farenholtz.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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