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Judith Kunert
Mehr Tote auf der Straße

Verkehr Vor allem junge Männer betroffen

Die Zahl der Verkehrstoten ist 2011 erstmals wieder leicht angestiegen. Dies geht aus dem Unfallverhütungsbericht Straßenverkehr 2010/2011 hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung (17/10600) vorgelegt hat. Danach sank von 1991 bis 2010 die Zahl der Toten im deutschen Straßenverkehr kontinuierlich auf 3.648 Menschen. Das waren 504 Menschen weniger als im Jahr 2009 und ein "außergewöhnlich hoher Rückgang" von rund zwölf Prozent. Im Jahr 2011 wurde jedoch erstmals wieder ein Anstieg der Zahl der getöteten Personen um zehn Prozent auf insgesamt 4.009 Verkehrstote verzeichnet.

Dennoch sei im Vergleich zum Jahr 2000 ein Rückgang der Zahl der Verkehrstoten um rund 47 Prozent, im Vergleich zu 1991 sogar um rund 65 Prozent zu verzeichnen, heißt es in der Unterrichtung. 68.985 Personen wurden im Jahr 2011 schwer verletzt, im Vergleich zum Jahr 2000 ein Rückgang von 33 Prozent. 2011 ereigneten sich etwa zwei von drei Unfällen mit Personenschaden innerhalb von Ortschaften, ein Viertel der Unfälle auf Landstraßen, und auf Autobahnen kamen mit 453 Getöteten deutlich weniger Menschen ums Leben als in Ortschaften oder auf Landstraßen.

Gemessen an der zugrunde liegenden Fahrleistung sei das Risiko, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, im Vergleich zu 1991 um 72 Prozent gesunken, von 2010 auf 2011 jedoch um 8,2 Prozent angestiegen, heißt es im Bericht. "Die am stärksten gefährdete Altersgruppe sind junge Männer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren." Auch bei Frauen sei diese Altersgruppe stärker gefährdet als andere Altersklassen. Laut Unterrichtung sind 737 Menschen zwischen 18 und 24 Jahren 2011 im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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