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Annette Sach
Vorstoß für Elefantenschutz

UMWELT

Afrikanische Elefanten sollen besser geschützt werden. Der Bundestag stimmte am vergangenen Donnerstag mit großer Mehrheit einem gemeinsamen Antrag (17/11554) von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen zu. Darin fordern die Abgeordneten, die Lebensbedingungen afrikanischer Elefanten zu verbessern - etwa durch die Förderung von mehr Wald- und Naturschutzgebieten oder durch die bessere finanzielle Ausgestaltung entsprechender Programme.

"In einigen Regionen Afrikas haben Wilderei und illegaler Elfenbeinhandel ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen", sagte Josef Göppel (CSU). Matthias Miersch (SPD) fügte hinzu, dass erwartet wird, "dass in diesem Jahr 30.000 afrikanische Elefanten gewildert werden". Ursache dafür sei vor allem die hohe Nachfrage nach Elfenbein aus China. Für die FDP erklärte Angelika Brunkhorst, dass es zur Bekämpfung des illegalen Elfenbeinhandels "sowohl einer konzertierten Aktion der Herkunftsländer als auch der Abnehmerländer" bedürfe. Die Fraktion Die Linke betonte, es sei wichtig, dass im Rahmen der Schutzmaßnahmen "die betroffene Bevölkerung von Anfang an einzubeziehen ist", sagte Eva Bulling-Schröter. Undine Kurth (Bündnis 90/Die Grünen) wies darauf hin, dass der Antrag allein keinen Schutz bringe und sich Deutschland daher weiter für den Artenschutz stark machen müsse.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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