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Alexander Heinrich
Klimafonds für ärmere Länder

ENTWICKLUNG I

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat die Bedeutung des Grünen Klimafonds ("Green Climate Fund") als Baustein in der globalen Klimaschutz-Finanzierung hervorgehoben. Es sei wichtig, dass nicht nur Deutschland sondern auch die anderen europäischen Länder ihre Zusagen einhalten, sagte Altmaier vergangene Woche im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der Fonds wurde bei der UN-Klimakonferenz 2011 in Durban ins Leben gerufen. Er soll Entwicklungs- und Schwellenländern helfen, Emissionen zu reduzieren und Anpassungen an den Klimawandel vorzunehmen. Jährlich sollen dafür ab 2020 bis zu 100 Milliarden US-Dollar mobilisiert werden. Er mache sich Sorgen, ob dieser Aufwuchs bis dahin zu schaffen sei, sagte Altmaier. Durch die Staatsschuldenkrise hätten einige EU-Mitgliedsländer im Augenblick "wenig Spielraum", um ihre Zusagen einzuhalten.

Es sei zudem wichtig, dass der europäische Emissionshandel als marktwirtschaftliches Instrument zur Minimierung von Treibhausgasen "richtig funktioniert", sagte Altmaier. Das Instrument des "Backloading" - also eine befristete Verknappung von CO2-Zertifikaten, um deren Preisverfall zu stoppen -, sei "ambivalent". So sei der Preis der Zertifikate kurzfristig gefallen, nachdem der Umweltausschuss des Europaparlaments in der vergangenen Woche für eine solche Verknappung gestimmt hatte.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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