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LESERPOST

Kurz notiert

Zur Ausgabe 24 vom 10.6.2013, "Doppelpass als Dauerthema" auf Seite 4:

Die Bundesrepublik Deutschland ist doch faktisch schon seit 1960 ein Einwanderungsland. Daraus ergibt sich seit damals die kulturelle Vielfalt unseres Landes. Wenn man diesen Weg konsequent weitergeht, dann fördert man weiter die kulturelle Inklusion. Eine doppelte Staatsbürgerschaft stört dabei nur.

Bürgern den Doppelpass zu verweigern, macht sie nicht zu Ausländern in Deutschland, wie Renate Künast von den Grünen meint. Das Gegenteil ist der Fall!

Frank-Wolfram Wagner,

Bielefeld

Zur Ausgabe 25-26 vom 17.6.2013, "Dies ist ein Tag der Freude" auf Seite 7:

Die Ehe ist ein lebenslänglicher auf Liebe und Treue basierender Zusammenschluss von Frau und Mann, welche den Wunsch haben, Kinder in die Welt zu setzen und gewillt sind, diese nach dem christlichen Wertesystem zu erziehen.

Der Ehebund fußt auf den Vorgaben von "Mutter Natur". Es ist naturwissenschaftlich nur dann möglich, Kinder zu bekommen, wenn eine weibliche Eizelle auf eine männliche Samenzelle trifft.

Das bedeutet: Bei Menschen ist es faktisch nicht möglich, dass gleichgeschlechtliche Lebenspartner Nachwuchs zeugen können. So gesehen ist es offensichtlich nicht im Interesse von "Mutter Natur", dass gleichgeschlechtliche Paare zusammen ein Baby bekommen.

Daher ist es verständlich, dass ein Adoptionsrecht bei allem Verständnis und Respekt für nichtkonform sexuell orientierte Menschen für diese Paare eigentlich nicht vorgesehen ist. Vielmehr sollte sich die hiesige Politik für die Adoptionsrechte für "konforme" Ehepaare einsetzen, die nicht auf natürlichem Weg in der Lage sind, Nachwuchs zu bekommen, die aber liebend gerne Kinder in ihre Familie integrieren und diese auch aufziehen möchten.

Ich wünsche mir eine Familienpolitik, welche konforme Ehepartnerschaften und den Kinderreichtum fördert. Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft.

Hannes Kala,

Graz

Zur Ausgabe 27 vom 1.7.2013, "Der Lange Weg zum Endlager" auf Seite 9:

Ein Endlager für den radioaktiven Abfall muss in einer tektonisch langzeitstabilen Gesteinsformation gesucht und auch gebaut werden. Über die zeitliche Endlagerbestandsdauer sollte aber mehr Realismus in der Debatte einkehren.

Einerseits fordert das Gesetz "die bestmögliche Sicherheit für einen Zeitraum von einer Millionen Jahre", und andererseits soll der deutsche Atommüll über mehrere hundert Jahre dokumentiert in stabilen Behältern gelagert werden. Ja, was denn nun wirklich?

Eine Million Jahre entsprechen einer Zeitspanne von 33.000 kommenden Generationen, die sich dann um das Endlager kümmern müssen. In der zeitlichen Zurückrechnung taucht zum annähernd gleichen Zeitpunkt der "Homo heidelbergensis" - aus Afrika kommend - in dem noch nicht besiedelten Europa auf. Es folgten Eiszeiten und andere Naturkatastrophen, die die Gesteinsformationen angriffen und veränderten. Wer hier von einer Million Jahre Sicherheit redet, zeigt ein realitätsfernes Wunschdenken und verkennt die Veränderungen, die in diesem Zeitraum eintreten werden. Da niemand die kommenden technischen Revolutionen vorher sagen kann, muss der Atommüll rückholbar gelagert werden. Denn wie einst die Kernspaltung entdeckt wurde, so wird es auch einmal möglich sein, den radioaktiven Abfall zu neutralisieren. Entweder durch Zufall oder durch gezielte Forschungsarbeit.

Hans-Dieter Seul,

Berlin

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