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Götz Hausding
Thierse eröffnet Kunstausstellung

BUNDESTAG

Der langjährige Präsident und Vizepräsident des Bundestags, Wolfgang Thierse (SPD), hat am vergangenen Mittwoch die Kunstausstellung "Parallelverschiebung" der Künstlerin Juliane Ebner vor dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus eröffnet. Für Thierse war es die erste offizielle Veranstaltung nach Ende seiner Laufbahn im Parlament. In seiner Eröffnungsrede machte der Politiker deutlich, dass aus seiner Sicht das Mauer-Mahnmal als "deutsch-deutscher Erinnerungspunkt" genau der richtige Ort für die Ausstellung ist. Ebners Werke würden die Mitarbeit des Betrachters fordern. Sei man dazu bereit, setze sich nach und nach Geschichte zusammen. Die Künstlerin habe zudem die "Erfahrungen der Wende eingearbeitet".

Die stellvertretende Kuratorin der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages, Kristina Volke, dankte dem ehemaligen Bundestagspräsidenten für sein Wirken im Kunstbeirat. "Sie haben uns immer wieder ermutigt", sagte sie. Volke lobte ebenfalls die Werke der Künstlerin. Ebner ziehe den Betrachter in einen historisch bestimmten Erinnerungsraum hinein. Die Künstlerin zeigte sich glücklich, die Ausstellung machen zu dürfen. "Ganz besonders freut mich, dass es an diesem Ort ist", betonte Juliane Ebner, nämlich gleich an der Spree, dem Fluss, der einst Ost- und West-Berlin trennte.

Die Ausstellung ist von Donnerstag, 24. Oktober, bis Donnerstag, 30. Januar 2014, täglich von 11 bis 17 Uhr kostenlos im Mauer-Mahnmal des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Berlin zu besichtigen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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