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ORTSTERMIN: TOURSTART FÜR DAS INFOMOBIL DES BUNDESTAGES
Felix Kern
Einmal durch alle Wahlkreise

Vom Reichstag aus einmal quer durch die Bundesrepublik mit Stationen in jedem der 299 Wahlkreise: Das ist die Tour, zu der sich das Infomobil des Deutschen Bundestages vergangene Woche aufgemacht hat. Dieses wird in der nächsten Zeit in den Fußgängerzonen und Marktplätzen der Republik öfter zu sehen sein. Hier erhalten die Bürger Einblicke in die Arbeit des deutschen Parlamentes und haben oft auch die Möglichkeit, mit den von ihnen gewählten Abgeordneten persönlich in den Dialog zu treten.

"Vorgesehen ist, dass das Infomobil in dieser und in der nächsten Wahlperiode des Bundestages alle Wahlkreise im Land besucht", sagt Gabriele Kienitz vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit des Bundestages. Das Konzept dazu ist nicht neu, bereits seit dem Jahr 2000 hat der Bundestag ein Infomobil. Doch dieses Mal werde wieder von vorne angefangen. "Wir beginnen quasi bei Wahlkreis Null." Dazu passe das Parlamentsviertel als Startpunkt für die Deutschlandtour, erklärte Kienitz. "Unsere Zielgruppe sind dabei alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in den Wahlkreisen, besonders wollen wir aber jungen Menschen die Politik erklären und näherbringen." Dazu würden die Schulen vor Ort direkt angeschrieben und zu Vorträgen eingeladen. Der Innenraum des weißen umgebauten Trucks ist deshalb erweiterbar, sodass auch Gruppen von bis zu 30 Personen Platz finden. Hinzu komme "Laufkundschaft", da das Infomobil meistens auf zentralen Plätzen parke. "Oft nutzen die einzelnen Abgeordneten das Infomobil auch für Bürgersprechstunden", sagte Kienitz. Hierzu gibt es einen separaten Besprechungsraum. An mehreren Computerterminals können sich die Besucher über die Arbeit des Parlamentes informieren. Eines davon ist höhenverstellbar, sodass auch ein barrierefreier Zugang möglich ist. In einer "Kinderecke" können sich schon die Kleinen auf Kuppelkucker.de, dem Internetportal des Bundestages extra für Kinder, spielerisch mit Politik beschäftigen. Auf einem großen Bildschirm kann ein Quiz über den Bundestag gespielt werden. Zudem werden Filme über den Bundestag gezeigt. Neu und sehr beliebt sei der Film über den fiktiven Bundestagsabgeordneten Jakob Maria Mierscheid (SPD), sagt Kienitz. Vor Ort stehen den Besuchern bis zu vier Mitarbeiter für Fragen aller Art zur Verfügung. Zum Beispiel, welche Aufgaben die Ausschüsse haben oder wie viele Gesetze im Schnitt pro Legislaturperiode verabschiedet werden. "Wir können viele Vorurteile der Bürger aufklären und abbauen", sagt Albrecht Eggert, einer der vier Mitarbeiter. So sei die am Meisten gestellte Frage, warum der Plenarsaal oft so leer ist. Eggert erklärt dann, "dass der Bundestag arbeitsteilig organisiert ist und vieles schon in den Ausschüssen debattiert wird".

Im Schnitt bleibt das Infomobil drei Tage in einem Wahlkreis, bei Sonderveranstaltungen wie Bildungsmessen oder in touristisch stark frequentierten Orten auch länger. Dieses Jahr stehen hier die süddeutschen Seen im Fokus. Von März bis Ende Oktober wird das Infomobil unterwegs sein. Die nächsten Haltestellen sind Wittenberg und Halle an der Saale, weitere Stationen mit den dazugehörigen Terminen sind auf www.bundestag.de abrufbar.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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