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Kopf der Woche
Hans Krump
Große Bürde für neuen Premier

Haidar al-Abadi
Er hat eine nahezu unlösbare Aufgabe vor sich: Inmitten der Kämpfe gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ wurde vergangene Woche Haidar al-Abadi zum neuen Ministerpräsidenten Iraks vor dem Parlament in Bagdad vereidigt. Er folgt dem nach achtjähriger Herrschaft zurückgetretenen Nuri al-Maliki, der in dem vom Bürgerkrieg geplagten Land keine Basis mehr für ein Weiterregieren hatte. Haidar al-Abadi gehört wie sein Vorgänger der schiitischen Dawa-Partei an und muss nun versuchen, die miteinander verfeindeten Sunniten, Schiiten und Kurden wieder zusammenzubringen. Der 62-Jährige ist promovierter Elektroingenieur und verbrachte als Gegner von Saddam Hussein viele Jahre im britischen Exil. Nach Saddams Entmachtung 2003 durch die US-Invasion wurde er Kommunikationsminister.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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