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Arbeit und Soziales
Claudia Heine
Langzeitarbeitslosen-Hilfe

Die Bundesregierung will Langzeitarbeitslose besser unterstützen und plant deshalb bereits für das kommende Jahr spezielle Förderprogramme. Dies kündigte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) in der vergangenen Woche im Ausschuss für Arbeit und Soziales an. Sie betonte, dass es derzeit vor allem darum gehe, einen gesellschaftlichen Dialog mit verschiedensten Interessenvertretern zu eröffnen. Noch gebe es keinen Gesetzentwurf.

Nahles kündigte erstens an, die Betreuung der Langzeitarbeitslosen zu intensivieren. So sollen 1.000 Stellen in den Jobcentern, die bisher für das auslaufende Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ bewilligt waren, künftig für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen eingesetzt werden. Zweitens plant sie ein ESF-Bundesprogramm für Menschen ohne Berufsabschluss, für das von 2015 bis 2019 rund 900 Millionen Euro zur Verfügung stehen sollen. Mit dem Programm sollen 33.000 Menschen vor allem durch Lohnkostenzuschüsse und ein begleitendes Coaching im Job gefördert werden.

Drittens will das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Programm für öffentlich geförderte Beschäftigung starten. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und solche, die mit Kindern zusammenleben, sollen so eine Chance für soziale Teilhabe in sinnvollen Tätigkeiten bekommen. Hier sind Lohnkostenzuschüsse von bis zu 100 Prozent für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und ein stufenweiser Einstieg in Arbeit geplant. Als viertes Projekt kündigte Nahles einen Ausbau der Gesundheitsberatung und von Präventionsmaßnahmen für Arbeitslose an. In diesem Zusammenhang sollten auch Integrationsprojekte grundsätzlich allen Menschen mit Behinderung offen stehen, auch Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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