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Kopf der Woche
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Wie die Mutter so der Sohn

Philipp Lengsfeld

Sein Auftreten im Bundestag zum Gedenken an die erste freie Volkskammerwahl am
18. März 1990 symbolisierte Familiengeschichte. Viele im Plenum dachten an die prominente Mutter Vera Lengsfeld, als der CDU-Abgeordnete Philipp Lengsfeld an die historischen Geschehnisse in der DDR vor
25 Jahren erinnerte. Seine Mutter, die damals noch Vera Wollenberger hieß und als Spitzenkandidatin der Ost-Grünen in die demokratische Volkskammer einzog und später für die Bundes-Grünen beziehungsweise CDU im Bundestag saß, verfolgte die Rede auf der Tribüne. Philipp Lengsfeld wurde 2013 für Berlins CDU ins Parlament gewählt und fühlt sich ebenso dem Erbe der Wendezeit verpflichtet. Der zu DDR-Zeiten rebellische Schüler bedauerte, dass er am Tag der Volkskammerwahl 1990 „leider“ drei Tage zu jung war, um gegen die SED/PDS-Genossen zu votieren. Er kritisierte auch Mythen und Verfälschungen über die friedliche Wende.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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