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Julian Burgert
Arbeiten in Deutschland

Informationsportal »Make it in Germany«

Im Jahr 2011 starteten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Ministerium für Wirtschaft und Energie sowie die Bundesagentur für Arbeit das Informationsportal „Make it in Germany“. Auf der gleichnamigen Webseite wird um neue Fachkräfte aus dem Ausland geworben. Diese finden hier in neun Sprachen Informationen über das Leben, Arbeiten und Studium in Deutschland. Die Plattform wendet sich auch an deutsche Unternehmen, die ausländische Fachkräfte rekrutieren wollen.

Sonderprogramm »MobiPro-EU«

Seit 2013 bietet die Bundesregierung das Sonderprogramm zur „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa“ (MobiPro-EU) an. Junge Menschen aus EU-Staaten sollen für die Aufnahme einer Berufsausbildung oder Beschäftigung in Deutschland gewonnen werden. Das Programm ist ein Beitrag zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der EU. Es wird von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Die Kosten der Reise und der Sprachkurse werden durch das Programm übernommen, zudem kann die Vergütung der Ausbildung aufgestockt werden. Bisher hatte es mehr als 9.000 Teilnehmer, musste jedoch aufgrund der hohen Nachfrage Anfang 2014 vorübergehend gestoppt werden. Es wird bis 2018 fortgesetzt, wobei aber die Teilnehmerzahl begrenzt werden soll.

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit sucht in Zusammenarbeit mit den örtlichen Agenturen für Arbeit weltweit nach Fachkräften für Deutschland. Innerhalb der EU rekrutiert sie Auszubildende für deutsche Arbeitgeber. Dabei kooperiert sie mit dem EURES-Netzwerk der Europäischen Kommission. Ebenso ist die ZAV für die Zulassung ausländischer Arbeitnehmer zuständig.

EURES-Programm der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission bietet unter dem Titel „EURES“ („EURopean Employment Services“) eine europaweite Arbeitsvermittlungsagentur an. Dieses Kooperationsnetzwerk der nationalen Arbeitsagenturen soll die Mobilität von Arbeitnehmern im europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz fördern. Eine besonders wichtige Rolle spielt EURES in Grenzregionen mit großen Pendlerströmen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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