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BILDUNG
Götz Hausding
Kultur für Benachteiligte

So viel Übereinstimmung gibt es selten. Alle vier Bundestagsfraktionen wollen ebenso wie die Bundesregierung das Ende 2017 auslaufende Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" fortführen. Ein entsprechender Antrag der Koalition (18/10016) wurde vergangenen Donnerstag im Bundestag einstimmig angenommen. Mit "Kultur macht stark" werden außerschulische kulturelle Bildungsangebote für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren gemacht. Das 2012 ins Leben gerufene Programm ist mit einem Förderumfang von 230 Millionen Euro für fünf Jahre das Größte des Bundes im Bereich der kulturellen Bildung.

Dieses Erfolgsprojekt müsse fortgesetzt werden, fordert Claudia Lücking-Michel (CDU). Es sei "offen für alle", auch wenn insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche erreicht werden sollen. Bei dem nach 2017 fortzuführenden Programm, so die Forderung Lücking-Michels und anderer Abgeordneter, müsse es gelingen, die Verwaltung zu vereinfachen.

Der inklusive Ansatz des Programms sei richtig, befand Rosemarie Hein (Die Linke). Es führe nicht zu einer Stigmatisierung, was vor allem den Programmpartnern vor Ort zu verdanken sei.

Von einer Sternstunde für die kulturelle Bildung in Deutschland sprach Martin Rabanus (SPD). Özcan Mutlu (Grüne) kritisierte, dass Schulen nicht an dem Programm teilnehmen dürften. Bildungs-Staatsekretär Stefan Müller (CSU) sagte, die Bundesregierung plane die Fortführung des Programms.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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