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Aufgekehrt
Sören Christian Reimer
Träumen mit Trump

Nichts ist unmöglich. Toyota? Ne. Trump. Pardon, President-elect Trump. Bald einfach Mr. President oder auch: Der mächtigste Mann der Welt mit den Fingern am Knopf. Besser da als anderswo, sagten sich auch offenbar 42 Prozent der Wählerinnen und stimmten für den selbsternannten Frauenversteher.

"I have a dream", schmetterte der Bürgerrechtler Martin Luther King 1963. Im Jahr 2016 feiert der Ku-Klux-Klan mit dem neuen Präsidenten. We have an Alptraum. Oder ist das der "American Dream"? Vom millionenschweren Erben zum Milliardär (gerüchteweise) und Reality-TV-Star zum Präsidenten. "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche", sagte einst Che Guevara und wollte damit Revolutionäre gewinnen. Jetzt sitzt bald "The Donald" im Weißen Haus. Vielen Dank auch, Che!

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg und dieser führt bekanntlich unter anderem durch Florida, Pennsylvania und Michigan. "You can get it, if you really want" - ja, genau, der Song aus der Aral-Werbung von 1994. Da war Bill Clinton gerade Präsident. Im Haus Clinton wird der Song heute eher selten gehört. Trump hält es bekanntlich mit den Stones: "You can't always get what you want", erklang nach seiner Siegesrede, "but if you try sometimes, well, you just might find, you get what you need". Mancher Amerikaner braucht hingegen nun möglicherweise Schnaps. Oder Gras. Passenderweise wurde in einigen Bundesstaaten am Wahltag gleich auch Marihuana legalisiert. In Nebraska haben sie hingegen die Todesstrafe wieder eingeführt. Amerika, Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Bis zur nächsten Präsidentschaftswahl sind es noch 1.451 Tage.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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