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BILDUNG
Alexander Weinlein
Mehr Geld für Erasmus Plus

Nach dem Willen der Koalitionsfraktionen soll das EU-Programm "Erasmus Plus" für Studien- und Lernaufenthalte im Ausland mit einem höheren Gesamtetat ausgestattet werden, da in allen Programmbereichen den Förderquoten eine deutliche höhere Nachfrage gegenüberstehe. In dem entsprechen gemeinsamen Antrag von CDU/CSU und SPD (18/11726), den der Bundestag am vergangenen Freitag beriet und in die Ausschüsse überwies, fordern die Fraktionen zudem, dass die im Finanzrahmen 2014 bis 2020 vorgesehenen Mittel vor Zweckentfremdung gesichert werden müssen. Nach Angaben von Union und SPD wurde das Budget von "Erasmus Plus" für den Zeitraum von 2014 bis 2020 gegenüber der Vorperiode um 40 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro erhöht.

Nach Angaben der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, über deren Antrag zum "Erasmus Plus"-Programm (18/11737) der Bundestag ebenfalls debattierte, reicht dieses Budget allenfalls aus, um zwei von 100 EU-Bürgern zu fördern. Die Grünen fordern die Regierung deshalb auf, sich auf der EU-Ebene dafür einzusetzen, dass in allen Teilnehmerstaaten des Programms vor allem jene Menschen gefördert werden, die sich einen Lernaufenthalt im Ausland ohne die Förderung nicht leisten können. Zudem müsse mit einer Offensive endlich die "europäische Jugendgarantie" umgesetzt werden, damit alle Jugendlichen in Europa spätestens vier Monate nach ihrem Schulabschluss einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erhalten.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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