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Florian Zimmer-Amrhein
MittlerORGANISATIONEN

Goethe-Institut

Mit 159 Büros in 98 Ländern ist das Goethe-Institut eine der weitverbreitetsten Anlaufstellen für Menschen, die Deutsch als Fremdsprache lernen oder lehren wollen. Rund eine Viertel Million Menschen nehmen jährlich am Sprachkursangebot des 1951 gegründeten Vereins teil. Daneben betreibt das Institut im Auftrag des Bundes unter anderem Bibliotheken und Kulturzentren, finanziert Künstlerstipendien und -residenzen, fördert den Deutschunterricht an ausländischen Schulen und organisiert ein breit gestreutes Kulturprogramm. 2015 organisierte der Verein 19.700 Kulturveranstaltungen und erreichte damit rund elf Millionen Besucher weltweit.

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Der 1925 gegründete Verein ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Von den Stipendien- und Austauschprogrammen des DAAD profitieren jährlich rund 120.000 Akademiker rund um den Globus. Der Verein unterstützt Universitäten bei internationalen Forschungskooperationen und hilft Entwicklungsländern beim Aufbau von Hochschulen. Der DAAD unterhält ein weltweites Netzwerk mit 70 Außenstellen und Informationszentren. Ein Großteil des Budgets stammt aus Bundesmitteln.

Alexander-von- Humboldt-Stiftung

Im Sinne ihres berühmten Namensgebers befördert die Stiftung die Zusammenarbeit besonders begabter deutscher und ausländischer Forscher. Seit ihrer Neugründung im Jahr 1953 wird die Stiftung maßgeblich vom Bund getragen und hat über 28.000 Alumni einen Forschungsaufenthalt in Deutschland oder einem Partnerland ermöglicht. Seit 2008 verleiht die Stiftung zudem die Alexander von Humboldt-Professur. Der mit bis zu fünf Millionen Euro dotierte Preis wird jährlich an im Ausland tätige Wissenschaftler aller Disziplinen vergeben - mit dem Ziel, die Preisträger nach Deutschland zu holen.

Deutsches Archäologisches Institut (DAI)

Das DAI ist auf fünf Kontinenten in über 350 Forschungsprojekten tätig. Als Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes kümmert sich das DAI etwa auch um die Nachwuchsförderung von Archäologen oder um die Verwaltung und touristische Erschließung von Grabungsstätten. Anlässlich der Zerstörung antiker Kulturstätten im Irak und Syrien hat das DAI Projekte initiiert, die unter anderem zum Ziel haben, Einheimischen das Wissen sowie die handwerklichen Fähigkeiten zu vermitteln, um zerstörte Denkmäler wieder aufzubauen und so das kulturelle Erbe ihres Landes zu bewahren.

Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA)

Die ZfA ist eine Abteilung des Bundesverwaltungsamtes und betreut das deutsche Schulangebot im Ausland. Zentrale Aufgabe ist die Ausbildung und Vermittlung von Lehrkräften für den Einsatz an insgesamt 140 Deutschen Auslandsschulen in 72 Ländern. Zusätzlich fördert das ZfA rund 1.200 Schulen im Ausland, an denen das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz abgelegt werden kann. Mehr als 2.000 deutsche Lehrkräfte sind derzeit an den geförderten Schulen tätig. Die Fördergelder stammen größtenteils aus dem Schulfonds des Auswärtigen Amtes.

Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)

Das ifa feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen und ist neben dem Goethe-Institut die am breitesten aufgestellte Mittlerorganisation in der AKBP. Mit seinen zahlreichen Austausch- und Forschungsprogrammen, internationalen Ausstellungen und Konferenzen sowie einem weit gefächerten Informationsangebot wirbt das ifa weltweit für den interkulturellen Dialog und für ein positives Deutschlandbild in der Welt. Ein besonderer Schwerpunkt des ifa liegt auf dem Austausch zwischen Deutschland und der islamischen Welt. Im Rahmen seines "Cross Culture Programms" bietet das ifa zum Beispiel Auslandspraktika für junge Berufstätige aus Deutschland und islamisch geprägten Ländern an.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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