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Aufgekehrt
Hans Krump
Rettung im Weltall

Wir müssen weg. Spätestens in 100 Jahren, meint der Astrophysiker Stephan Hawking, müsse sich die Menschheit andere Himmelskörper aussuchen. Denn auf dem blauen Planeten wird es dann richtig ungemütlich. Klimawandel, Asteriodeneinschläge, Epidemien und Bevölkerungswachstum machen uns das Leben endgültig zur Hölle. Hawking sieht offenbar eine sich dramatisch beschleunigende Fehlentwicklung: Denn noch im Herbst 2016 meinte er, erst in 1.000 Jahren müssten die Menschen ins Weltall exilieren. Zu vermuten ist, dass das britische Genie schon in diesem Herbst verkündet, wir haben nur noch ganze 10 Jahre Zeit bis zum endgültigen Abflug.

Was er nicht sagt: Es können unmöglich alle weg von hier. Das wird logistisch nicht zu wuppen sein bei den vielen Milliarden Erdbewohnern. Das Gros wird mit all den schrecklichen Endzeitdingen auf unserem derzeitigen Planeten "leben" müssen, womöglich bis zum Untergang. Den Weg ins All antreten können wohl nur wenige tausende, vielleicht zehntausende Auserwählte dieser Erde. Wohl die mit richtig viel Knete. So wie Bill Gates oder Warren Buffett, Donald Trump eher nicht.

Aber wird es auf dem fremden Planeten auch wirklich angenehmer sein als auf der Erde? Asteroiden können auch da einstürzen, und ein Klimawandel wird auch unbedingt nicht zu befürchten sein, wenn es in der Ferne womöglich gar kein Klima gibt. Vielleicht sollte man es also doch lieber auf der Erde noch ein bisschen aushalten. So fünf Milliarden Jahre, wenn sich die Sonne zum roten Riesenstern aufbläht und alles Irdische verschlingt. Spätestens dann aber müssen wir uns wirklich vom Acker machen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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