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Bernd Haunfelder
Rita Süssmuth wird 80

Zehn Jahre lang stand sie an der Spitze des Parlaments. In ihre Zeit als Bundestagspräsidentin fiel der Umzugsbeschluss nach Berlin, den die Bonn-Befürworterin bekannt gab. Rita Süssmuth vollendet am 17. Februar ihr 80. Lebensjahr. Die Professorin für Erziehungswissenschaft wurde zur erfolgreichen Seiteneinsteigerin in die Politik. Der CDU, deren Familienpolitik sie maßgeblich prägte, trat sie 1981 bei. Im Bundestag saß sie von 1987 bis 2002. Von 1985 bis 1988 war die gebürtige Wuppertalerin Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit. An der Spitze des Bundestags stand sie von 1988 bis 1998. In beiden Ämtern setzte sie rasch Akzente. Mit ihrem Namen ist die Einführung des Erziehungsgelds und des Erziehungsurlaubs genauso verbunden wie die Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung und die deutliche Anhebung des steuerlichen Kinderfreibetrags. Darüber hinaus prägte sie, wiederholt gegen Kritik aus den eigenen Reihen, die Gesundheitspolitik. Auf politische Mitsprache verzichtete sie auch als Präsidentin des Bundestags nicht und verlieh dem Amt damit eine unverwechselbare Note. Süssmuth engagiert sich auch nach ihrer aktiven Zeit in zahlreichen Gremien und Kommissionen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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