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Götz Hausding
Kooperation mit Subsahara

Die Wissenschaftskooperation Deutschlands mit Partnern in Subsahara-Afrika soll gestärkt werden. Einen entsprechenden Antrag der Koalition (18/10632) nahm der Bundestag vergangenen Freitag bei Enthaltung der Opposition an. Darin wird unter anderem gefordert, die Kooperationen zur Unterstützung der Lehrerbildung und der pädagogischen Fort- und Weiterbildung für alle schulischen, berufsschulischen und hochschulischen Bildungsebenen auszubauen.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Afrika sei jünger als 18 Jahre, sagte Claudia Lücking-Michel (CDU) während der Debatte: "Diese jungen Menschen brauchen alle gute Bildung." Das Hochschul- und Wissenschaftssystem spiele dabei eine entscheidende Rolle. Schließlich sei eine gute Lehrerbildung eine Voraussetzung für gute Schulen, argumentierte sie.

Ähnlich bewertete dies Daniela De Ridder (SPD). Ein zentrales Element des vorgelegten Antrags sei die Bildung von Lehrern. Sie müssten Schüler qualifizieren, damit diese die Chance hätten, an Bildung zu partizipieren und später Karrieren zu machen. "Es gilt, eine Qualifizierung von Hochschullehrern zu betreiben und unser know-how anzubieten, ohne es überzustülpen", sagte De Ridder.

Bei der Opposition überwog hingegen Skepsis. Christine Buchholz (Linke) nannte es "mehr als erbärmlich", wenn mit Blick auf die Bekämpfung des Analphabetismus der Fonds für Globale Bildungspartnerschaft 2018 von sieben auf neun Millionen Euro erhöht werde. "100 Millionen Euro wären nötig, um zumindest die selbstgesteckten Ziele zu erreichen", sagte Buchholz.

Kai Gehring (Grüne) sprach von einem Wohlfühlantrag nach dem Strickmuster: "Fördere Gutes und rede darüber". Es fehle unter anderem aber ein Bekenntnis zu dem Ziel, dass in Afrika alle Kinder zur Schule gehen sollen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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