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KULTUR
Alexander Weinlein
Grünes Licht für die »Wippe«

Das im vergangenen Jahr durch den Haushaltsausschuss gestoppte Freiheits- und Einheitsdenkmal soll doch realisiert werden. Darauf verständigten sich in der vergangenen Woche die Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD. Die Koalitionsfraktionen wollen am Entwurf "Bürger in Bewegung" des Stuttgarter Planungsbüros Milla und Partner, festhalten. Mit der begehbaren Waagen-Konstruktion, die sich je nach Gewichtsverteilung zur einen oder anderen Seite neigt, soll die friedliche Revolution in der DDR und die Wiedervereinigung Deutschlands gewürdigt werden. Errichtet werden soll das Denkmal, das in er Öffentlichkeit oft als "Wippe" bezeichnet wird, auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Denkmals vor dem Berliner Stadtschloss.

Für die Realisierung des Vorhabens muss der Bundestag allerdings jedoch zunächst den Bundeshaushalt für das kommende Jahr ändern. Nachdem der Haushaltsausschuss im April 2016 die Gelder wegen einer erwarteten Kostensteigerung von zehn auf rund 15 Millionen Euro gesperrt hatte, wurde der Posten aus dem Haushalt für 2017 gestrichen. Statt dessen waren 18,5 Millionen Euro für den Wiederaufbau der historischen Kolonnaden am gleichen Standort bewilligt worden.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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