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LANDWIRTSCHAFT
Jan Eisel
Kritik an Tiertransporten

Unwürdige Lebendtiertransporte sollen gestoppt werden. Das fordert die FDP in einem Antrag (19/435), der am Donnerstag zusammen mit einem Antrag der Grünen (19/448) erstmals beraten wurde. Die FDP will erreichen, dass die EU-Verordnung Nr. 1/2005 zum Tiertransportrecht bis zum endgültigen Beförderungsort eingehalten werden muss, vor allem dann, wenn sich dieser außerhalb der EU befindet. Karlheinz Busen (FDP) beklagte die Zustände an den EU-Außengrenzen. Transporte, die keine Standards einhalten, sollen nicht mehr genehmigt werden. Auch Alois Gerig (CDU) konstatierte Missstände. "Wenn der Tierschutz bei Transporten nicht wirksam kontrolliert wird, muss der Transport in Drittstaaten ausgesetzt werden." Dies forderte auch Susanne Mittag (SPD), weil die Schlachtung außerhalb der EU oft ohne jede Betäubung erfolge.

Thomas Ehrhorn (AfD) stellt fest, dass die Bestimmungen nicht an den Grenzen enden, sondern bis zum Zielort gültig seien. Dass Nutztiere überhaupt weit transportiert werden, monierte Kirsten Tackmann (Die Linke). Der regionalen Schlachtung und Vermarktung müsse der Vorzug vor dem Export gegeben werden. Friedrich Ostendorff forderte für die Grünen neben einem Moratorium, die Dauer bei Transporten ins Ausland auf acht Stunden zu begrenzen.

Beide Anträge konnten nicht an den Agrarausschuss überwiesen werden. Nach einem Hammelsprung hob Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau die Sitzung mangels Beschlussfähigkeit auf.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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