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Tourismus
Winfried Dolderer
Klimawandel belastet Tourismus

Der Klimawandel macht dem Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen. Durch Unwetter seien vermehrt Abbrüche von Steilküsten und Zerstörungen küstennaher Wander- und Radwege zu beklagen, sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes von Mecklenburg-Vorpommern, in einer Sitzung des Tourismus-Ausschusses in der vergangenen Woche. Prognosen zufolge könne bis zum Ende des Jahrhunderts der Meeresspiegel der Ostsee um 48 Zentimeter ansteigen. Sollte die Wassertemperatur dauerhaft 20 Grad überschreiten, drohe obendrein eine "explosionsartige Vermehrung" von Cyanobakterien im Meer, was ein Badeverbot an vielen Stränden zur Folge haben könne, erläuterte Fischer.

Zusammen mit Bayern gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den beliebtesten Reisezielen in Deutschland. Im Durchschnitt würden Jahr für Jahr etwa 30 Millionen Übernachtungen gezählt. Allerdings habe es 2017 im Vergleich zum Vorjahr, wenn auch auf hohem Niveau, ein Minus gegeben. Eine eindeutige Ursache dafür lasse sich kaum benennen, zumal im selben Zeitraum das benachbarte Schleswig-Holstein "ordentlich zugelegt" habe.

Die Fremdenverkehrswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern erhofft sich von der bevorstehenden Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin eine Chance, mehr Beachtung bei ausländischen Reiseveranstaltern zu finden. Bisher liege der Anteil ausländischer Gäste in dem Land bei drei Prozent, sagte Fischer. Als erstes deutsches Bundesland überhaupt übernimmt Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr die Rolle des Offiziellen Partnerlandes der ITB.wid

Aus Politik und Zeitgeschichte

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