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Unklarheiten bei Schulabgängern

Unklare Vorstellungen vieler Schulabgänger über Berufsbilder ist eines der größten Ausbildungshindernisse in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt die letzte Ausbildungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK), mit der sich die Enquete-Kommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt" in der vergangenen Woche beschäftigte. Ein Viertel der befragten Unternehmen hatten in der Umfrage unklare Berufsvorstellungen beklagt. Achim Dercks (DIHK) verwies darauf, dass für 72 Prozent der Betriebe IT-Kenntnisse ein wichtiges Einstellungskriterium sei. Die Betriebe würden ihren Suchradius nach geeigneten Bewerbern zunehmend auf Studienabbrecher ausweiten.

Volker Born vom Zentralverband des Deutschen Handwerks machte sich für eine ergebnisoffene Studien- und Berufsorientierung an allen Schulformen stark. Jugendliche müssten bei der Auswahl eines Ausbildungsweges entsprechend ihrer Eignungen und Neigungen unterstützt werden. Das Thema müsse auch in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften an den allgemeinbildenden Schulen verankert werden.

Die externe Expertin Katharina Weinert vom Handelsverband Deutschland betonte die Rolle der Eltern bei der Berufsorientierung von Schülern. Sie seien eine wichtige Zielgruppe für die Aufklärung über Karrieremöglichkeiten aus. Auch sie sprach sich für eine Vertiefung der Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen aus.

Barbara Dorn von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hob in der Sitzung hervor, dass 80 Prozent der ausbildungsberechtigten Betriebe in auch tatsächlich ausbildeten. Drei von vier Auszubildenden würden von den Unternehmen übernommen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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