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Entwicklung
Johanna Metz
Agrarökologie gegen Hunger

Der Bundestag macht sich für die Förderung der Agrarökologie stark, um Armut und Hunger weltweit besser zu bekämpfen. Einen entsprechenden Antrag (19/11022) der Koalitionsfraktionen verabschiedeten die Abgeordneten in der vergangenen Donnerstagnacht mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und FDP gegen die Stimmen von AfD und Bündnis 90/Die Grünen. Die Linke enthielt sich.

Die Agrarökologie zielt auf eine nachhaltige Umgestaltung der Agrar- und Ernährungssysteme ab, bei der vor allem Kleinbauern im Zentrum stehen. "Eine Welt ohne Hunger ist möglich", zeigte sich Peter Stein (CDU) in der Debatte überzeugt. Die Agrarökologie liefere hierfür einen nachhaltigen Ansatz und sichere dabei die Existenz der Kleinbauern.

Christoph Hoffmann (FDP) bezeichnete den Antrag indes als "seichtes Geblubber, ohne den wirklichen Willen zur Veränderung". Die Agrarökologie sei keine Wunderwaffe gegen den Hunger. Die Ursache dessen seien heute häufig Kriege und bewaffnete Konflikte, für die die Bundesregierung kaum Lösungen präsentiere.

Dietmar Friedhoff (AfD) verwies auf das immense Bevölkerungswachstum in Afrika, durch das die Zahl der Hungernden weiter steige. Dies aber sei nicht das Problem der Bundesregierung, betonte er, und appellierte an die Eigenverantwortung der Entwicklungsländer. Die Reden von Sascha Raabe (SPD), Eva Schreiber (Die Linke) und Renate Künast (Grüne) wurden zu Protokoll gegeben und waren bis Redaktionsschluss nicht verfügbar.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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