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BILDUNG
Alexander Weinlein
FDP will Regeln für Lerndaten

Die FDP-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den Bundesländern die Entwicklung klarer Standards für den Einsatz von "Learning Analytics" an Schulen zu fördern. Den entsprechenden Antrag (19/14033) überwies der Bundestag am vergangenen Donnerstag. Unter "Learning Analytics" wird das Sammeln, Analysieren und Auswerten von Daten über Lernende verstanden. Dies soll Einblicke geben, wie Schüler lernen, wie sie individuell gefördert werden können und wie Schulen aufgebaut sein sollten. Eltern und Schüler müssten die Souveränität über ihre Daten behalten, argumentieren die Liberalen. Auch wenn individuelle Lerndaten für die bestmögliche Bildung notwendig seien, dürfe der Zugang zu Bildung nicht von der Preisgabe persönlicher Daten abhängen.

In einem weiteren Antrag (19/14034), der in die Ausschüsse überwiesen wurde, fordern die Liberalen eine deutsche Übersetzung des finnischen "Elements of AI"-Kurses. Dieser Kurs für Künstliche Intelligenz soll für Zielgruppen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen differenziert und seine Finanzierung durch den Bund sichergestellt werden.

Abgelehnt wurde vom Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen ein Antrag der FDP-Fraktion (19/4845), in dem die Liberalen die Bundesregierung auffordern, gemeinsam mit nationalen Unternehmen eine Software zu entwickeln, die die Datensicherheit in Form einer auch gegen Angriffe mit Quantencomputern sicheren Verschlüsselung gewährleistet.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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