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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Nachdem Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, verwundert es auch nicht mehr, seinen Namen in diesem Buch zu finden. Der Historiker Kai Brodersen hat die Antrittsrede des amerikanischen Präsidenten in die Neuauflage von "I have a dream" aufgenommen. Dort steht Obama nun in einer Reihe mit so schillernden Figuren wie Perikles, Martin Luther und Winston Churchill.

15 Reden von der Antike bis in die Neuzeit präsentieren die Autoren des Sammelbandes, stellen sie in ihren historischen Kontext und erläuteren, warum sie als "groß" gelten. Der Band liefert durch seine begrenzte Auswahl an Reden keinen erschöpfenden Überblick, und über die ein oder andere ließe sich streiten. Aber die Lektüre veranschaulicht, welch große Bedeutung den rhetorischen Fähigkeiten eines Politikers, Staatsmannes oder Denkers zukommt. Dies gilt natürlich auch im negativen Sinn, wie das Beispiel der Rede von Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast zeigt, als er die aufgeputschen Zuhörer auf den "totalen Krieg" einschwor.

Kai Brodersen (Hg.):

I have a dream. Große Reden von Perikles bis Barack Obama.

Primus Verlag, Darmstadt 2009; 221 S., 16,90 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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